Das Gebiet der Regionalen Planungsgemeinschaft Lausitz-Spreewald.
LupeDas Gebiet der Regionalen Planungsgemeinschaft Lausitz-Spreewald.

Die Region

Die mit rund 7200 km² flächenmäßig größte Brandenburger Planungsregion Lausitz-Spreewald reicht von der Stadtgrenze Berlins bis zur Landesgrenze zum Freistaat Sachsen. Sie besteht aus den Landkreisen Dahme-Spreewald, Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz und Spree-Neiße sowie der kreisfreien Stadt Cottbus. Mit knapp 600.000 Einwohnern (Stand 2013) ist Lausitz-Spreewald die zweitgrößte Region Brandenburgs. Bis zum Jahr 2030 wird ein weiterer Rückgang der Bevölkerung auf 516.000 Einwohner prognostiziert. Der berlinferne Raum ist durch den demographischen Wandel stärker betroffen als der angrenzende Raum zur Bundeshauptstadt.

Der Ausbau des Flughafenstandortes Schönefeld zum Single-Airport Berlin-Brandenburg-International stellt eines der wichtigsten Großvorhaben des Landes Brandenburg dar. Die daraus resultierenden Entwicklungspotenziale werden in ihrer Wirkung auch auf die Bevölkerungsentwicklung im Norden der Region durchschlagen.

Durch die Region verläuft nördlich von Cottbus eine Landschaftsgrenze, die Brandenburg in das südlich davon gelegene Altmoränenland, hier mit stark bewaldeten Höhenzug, und in das nördlich davon gelegene seen- und waldreiche Jungmoränenland teilt. Hierzu gehören innerhalb der Region der Spreewald und das Dahme-Heideseengebiet. Lausitz-Spreewald besitzt mit fast 3000 km² die umfangreichsten Waldflächen des Landes. Mit 40% ist dies der höchste Waldnutzungsanteil, dagegen steht mit 41% der niedrigste Landwirtschaftsflächenanteil (Land 50%). Größere natürliche Gewässer finden sich im Süden der Region nicht, künstliche werden jedoch als Bergbaufolgelandschaft zukünftig entstehen und die Lausitzer Seenkette bilden. Braunkohle wird gegenwärtig an drei Standorten innerhalb der Region abgebaut. Ein Drittel der Region sind LSG, 6% NSG. Mehrere Großschutzgebiete haben einen Anteil von rund 30% an der Regionsfläche. Neben den Naturparken Schlaubetal, Niederlausitzer Landrücken, Niederlausitzer Heidelandschaft und Dahme- Heideseen ist es vor allem das 1991 durch die UNESCO anerkannte Biosphärenreservat Spreewald, das auch als beliebtes Reisegebiet bekannt ist.

Innerhalb der Planungsregion befinden sich 4 Regionale Wachstumskerne, welche die Förderstrategie des Landes Brandenburg umsetzen. Das sind im Norden die Gemeinden Schönefeld, Wildau und Königs Wusterhausen als ein Wachstumskern. Hinzu kommen der Entwicklungsraum um Cottbus sowie Spremberg. Die Gemeinden Finsterwalde, Großräschen, Senftenberg, Lauchhammer und Schwarzheide bilden einen weiteren eigenständigen Wachstumskern. Die Region besitzt durch die Sanierung der ehemaligen Braunkohlentagebaue ein hohes Entwicklungs- und Innovationspotenzial auf diesem Gebiet. Im Jahr 2010 fand nach 10-jähriger Laufzeit das Entwicklungsprojekt IBA Fürst-Pückler-Land seinen Abschluss. 30 unterschiedliche Projekte verdeutlichten den innovativen Charakter der Landschaftssanierung in der Lausitz. Im Anschluss wird die Region Lausitz-Spreewald ihren Charakter als Energieregion umfassend profilieren. Dazu wurde im Jahr 2009 die Energieregion GmbH gegründet. Dort sollen regional bedeutsame Projekte die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Region weiter hervorheben und stärken.